Afrika

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Sonntag, 31. Oktober 2010

Ein Stueck Monatsbericht (geaenderte Originalfassung)

Land und Leute
Diesen Monat hatten wir privat etwas mehr Kontakt zu den Einheimischen, was mir sehr gut gefallen hat. Wir haben eine Party, einen 21. Geburtstag, eine Girl Guide Gruppenstunde und einen Gottesdienst in verschiedenen Townships besucht.
Ich finde es total spannend zu sehen, wie die Einheimischen wohnen und mit ihnen den Tag zu verbringen und somit ihre Rituale und Alltagsgeschehen zu begleiten. Ich habe das Gefuehl, dass wir ueberall unglaublich willkommen sind. Mehrmals sollten wir auch eine kurze Rede halten und uns vor allen vorstellen. Das schoene war, das die Menschen wirklich interessiert waren, wer wir sind und uns sehr freundlich begruesst haben. Das ist wirklich ein schoenes Gefuehl. Auch wird man recht schnell zum Essen eingeladen und obwohl die Menschen nicht viel haben, sind sie trotzdem sofort bereit zu teilen.
Was ein bisschen schade ist, ist dass man ueberall so sehr auf die Sicherheit achten muss. So gab es vor dem Besuch der Party im Township ein paar Diskussionen und Gedanken darueber, ob es sicher ist oder nicht und unter welchen Aspekten die Sicherheit gewaehrleistet ist. Es ist sehr schade und irgendwie etwas komisch, dass man in Gebieten, in denen man tagsueber so willkommen ist, nachts so gefaehrdet ist. Der Hintergrund liegt natuerlich in der Kluft zwischen Arm und Reich, so wie zwischen Schwarz und Weiss. Ein Thema ueber das man automatisch immer mal wieder nachdenkt, wenn man sich in Afrika aufhaelt. Es ist sehr interessant, wenn man sich ueber einen laengeren Zeitraum ein Bild ueber diese Verhaeltnisse machen kann und man erhaelt unterschiedliche Erkenntnisse. Darauf moechte ich aber lieber in einem der naechsten Monatsberichte naeher eingehen.

Auch das Land wird immer gruener und bunter. Es macht total Spass, durch die Gegend zu fahren und die Natur zu sehen.











Letztes Wochenende haben wir zufaellig eine wunderschoene Wasserstelle mit kleinen Felsen und Bachlaeufen gefunden und uns dort gesonnt und entspannt und einfach die Natur genossen. Ein kleines Paradies. Einfach so.









Diesen Samstag haben wir uns mal beim Geckoing in das Element Wasser begeben und sind mit einem Gummireifen einen Fluss runter. Zudem gab es Adrenalinkicks durch das Klippensringen von bis zu 8 Metern Hoehe. Das war echt klasse. Solche Ausfluege gefallen mir besser, als deutsche Freizeitparks. Schade, dass es von solchen Aktivitaeten so wenig in Deutschland gibt.







Die Arbeit
Die Arbeit hat sich diesen Monat vor allem auf den Besuch des SCHWABE Konzern konzentriert. Das ist eine deutsche Pharmaziegruppe, die den Umckoloabo Wirkstoff aus afrikanischen Pflanzen auf den Markt gebracht hat. Die haben einen Fond fuer soziale Projekte eroeffnet mit dem sie uns ein neues Pfadfinderoffice im Wert von ca. 1.000.000Euro sponsern. Das Gesicht fuer die Aktion geben Axel Milberg und seine Frau. Diese, viel Presse und Vertreter von Schwabe waren letztes Wochenende  da, um den ersten Spatensstich zu machen. Von uns aus gab es an dem Wochenende viele Praesentationen und Dank, so wie eine grosse Projektvorstellung von Seiten des Architetkten, wo sogar der Minister von Mpumalnga anwesend war und ein nettes Grillen mit einem Auftritt des Roverchor, der echt unglaublich toll ist. Wir haben in Zusammenhang dessen aufgeraeumt, Papiere mit gedanklichen Vorbereitungen getippt, Einkaeufe getaetigt und so weiter. Zunaechst war ich zu dem Zusammentreffen mit der Presse nicht sonderlich motiviert, aber das ganze war weit weniger schlimm als erwartet und ich bin auf die Bericht der Presse in den naechten Wochen in Deutschland gespannt. Und in wie weit wir darin dann ueberhaupt noch eine Rolle spielen. Und ich bin sehr gespannt, auf das neue Pfadfinderoffice, von dem wir an dem Wochenende ein ganz gutes Bild bekommen haben.
Ansonsten ist fuer uns  in den letzten zwei Wochen nicht sehr viel zu tun. Ich denke auf Grund der mangelnden Qualitaet meines Englisch bin ich Nikki bei vielen aktuellen Arbeiten wie Abrechungen keine grosse Hilfe. Ich hoffe, dass wir Nikki nach dem Urlaub wieder mehr helfen koennen und sich dann vielleicht mehr Aufgaben ergeben, bei denen ich mich etwas mehr einbringen und Nikki eine helfende Hand sein kann. Anstatt passiver Arbeiten wie Schreiben oder Bote zu sein wuerde ich mich auch freuen, wenn ich mich etwas mehr einbringen kann und meine Qualitaeten der Arbeit im Office zu Gute kommen koennen.

Pfadfinder in Suedafrika
Ich habe mittlerweile einen recht vielseiten Blick von Pfadfindern in Suedafrika und habe in den letzten Tagen auch einen Blog ueber Pfadfinder hier geschrieben. Ich bin fasziniert, wie gut und weit sich SASA Mpumalanga schon entwickelt hat, obwohl es Pfadfinder hier erst seit ca. 15 Jahren so richtig gibt. Zudem ist mir die Notwendigkeit und Bedeutung der Pfadfinder hier nochmal deutlich geworden und ich bin sehr stolz, was hier durch Pfadfinder alles bewirkt wird! Es ist toll, einen Beitrag dazu zu leisten. Mir gefaellt auch das Badge-System sehr gut, weil sich die Themen mit sehr sinnvollen und interessanten Inhalten beschaeftigen und es tolle Praxisuebungen gibt. Ich habe das Gefuehl, dass durch dieses System viel mehr Inhalte vermittelt werden als bei uns und moechte die entsprechenden Buecher mit nach Hause bringen, um Inspiration fuer mich und meinen Stamm zu finden.



Ich selbst
Mir geht es sehr gut und ich freue mich wahnsinnig auf den Trip nach Durban mit Dudley, den Besitzer unserer Farm, in der naechsten Woche und den Besuch in Kapstadt anlaesslich der SAGE Net Konferenz Mitte November. Es ist toll, so viel herum zu kommen und mehr vom Land zu sehen. Auch die ersten Plaene und Vorbereitungen fuer unseren grossen Urlaub im Dezember laufen an. Wir planen einen Trip nach Mosambique ab Mitte Dezember und eine Tour ab Weihnachten von Joburg ueber die Drakensberge nach Kapstadt, wo dann auch der Jens dabei ist. Das wird sicher grossartig.

Was die Arbeit betrifft, wuensche ich mir etwas mehr zu tun zu haben und anspruchsvollere Arbeiten bewaeltigen zu muessen oder koennen, so wie Arbeiten, bei denen ich mich selbst etwas aktiver einbringen und meine Staerken ausspielen kann.
Mein persoenliches Highlight ist auf jeden Fall die Teilnahme an traditionellen Programmen in den Townships und das einfache Zusammensein mit Einheimischen.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Pfadfinder in Suedafrika...



„We cannot give children better houses, better food or better jobs. But we can teach them to help themselves, to improve their living conditions so that they are able to find a way out of poverty on their own. We want them to grow up be responsible adults which can act independently.“

„Wir koennen den Kindern keine besseren Haeuser, besseres Essen oder bessere Arbeit verschaffen. Aber wir koennen ihnen beibringen, sich selbst zu helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern, so dass sie in der Lage sind einen Weg aus der Armut zu finden. Wir wollen sie zu verantwortungsbewussten Erwachsenen erziehen, die selbststaendig handeln koennen.“



Uebergeordnete Einteilung

Unser Farmbesitzer Dudley & der Chief Scout von South Africa
Die Pfadfinderorganisation in Suedafriak heisst SASA, South African Scout Assosiation. Es ist die einzige Pfadfinderorganisation in Suedafrika und entspricht der DPSG, deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg in Deutschland und hat ihre Hauptverwaltung in Kapstadt. Das Land ist in 8 Provinzen unterteilt und so wie es bei uns Dioezesen gibt, hat hier jede Provinz ein eigenes Verwaltungsbuero.  In diesen Provinzen gibt es wiederum Districte, die mit unseren Bezirken zu vergleichen sind.
Wie auch bei uns gibt es fuer alles Vorstaende, somit haben wir einen Vorstand von Sasa (Milly), einen von Mpumalanga (Elvis) und welche fuer die einzelnen Districte (David, Samson, Chris u.a.), die FieldWorker genannt werden. Unser Office ist dazwischen geschaltet. Es ist das Verwaltungsbuero fuer die Pfadfinder in der Provinz Mpumalanga, wir arbeiten fuer Milly und Elvis und mit den FieldWorkern.

Behinderungen selbst erleben - bei den Girl Guide's


Entwicklung und Entstehung

Die Pfadfindergruppen hier in Mpumalanga entstehen in Zusammenarbeit mit Schulen und werden auch dort gehalten. Man kann sich das in etwa wie eine AG bei uns vorstellen, was hier aus organisatorischen Gruenden einfacher ist. Die Pfadfinder sind also Schueler, die nach der Schule noch Gruppenstunden besuchen. Die Leiter sind aeltere Pfadfinder oder Lehrer. Als Gelaende dient ihnen das Grundstueck der Schule.
Pfadfinder gab es hier zuerst vor ca.50 Jahren. Alles hat mit insgesamt 200 Mitgliedern begonnen. Heute gibt es in der Provinz ca. 3000 Pfadfinder. Viele Gruppen werden grad ganz neu gegruendet und stehen noch sehr am Anfang ihrer Entwicklung. Um diesen Gruppen einen Einstieg zu ermoeglichen oder zu erleichtern, koennen sie bei uns im Office eine StarterKid fuer ca. 50€ kaufen. In diesem sind einige Bastel- und Spielgerate enthalten, wie Papier, Buntstifte, Scheren, Klebe, Baelle, Frisbees, Seile so wie ein Handbuch fuer Leiter und ein grosser Ordner mit vielen Anregungen fuer Gruppenstunden und Aktivitaeten.

Knotenkunde bei den Cubs


Aufbau
Die Pfadfinder in Suedafrika sind nicht wie bei uns in 4, sondern in drei grosse Gruppen, den Cubs (7-11),  den Scouts(11-18) und die Rover (18-25) unterteilt. Zudem gibt es die „erwachsenen Leiter“, wobei auch wie bei uns viele Rover eine Doppelrolle haben.
Cubs und Slouts sind nochmal in 4 Untergruppen unterteilt. Die juengsten sind die Cheetahs (Geparden), dann kommen die Leopards, als naechstes die Wolfs und die aeltesten sind die Lions. Die Scouts durchlaufen maximal 6 Gruppen. Dabei sind sie zuerst ein Investiture, ein Einsteiger. Dann folgt der Pathfinder, der Adventurer, dann der First Class, dann der (Sea, Air, -, ) Explorer und zuletzt der Springbok.
Alle Pfadfinder tragen eine Kluft, auf denen sie ein Badge (Aufnaeher) fuer die Provinz, einen fuer das District, und einen fuer ihre Gruppenstufe haben. Zudem traegt jeder die Weltbundlilie, welche auch auf unsere Kluften gehoeren. Wie wir tragen sie Halttuecher, deren Farben oder Muster aber nicht von der Stufe, sondern vom District abhaengen.







Projekte/ Tatigkeiten / Badge-System
Das ganze System baut auf den Badges auf. Das sind Aufnaeher zu bestimmten sehr pfadfindertypische Themen, fuer die ein gewisses Programm vorgesehen ist.  Fuer die Cubs und fuer die Scouts gibt es dazu Leitbuecher, in denen alle Badges aufgelistet sind. In jeder Stufe gilt es die vorgesehen Inhalte der Badge durchzufuehren und dann den entsprechenden Aufnaeher zu bekommen, wenn alles erfolgreich erledigt ist. Das ganze ist also etwas systematischer und inhaltlich festgelegter als bei uns. Die Gruppenstunden sind aber aehnlich locker wie bei uns. Wenn eine bestimmte Anzahl an Badges erworben wurde, steigt das Kind in eine hoehere Gruppe auf. Mit dem Erreichen von 5 verschiedenen Badges bekommt es den Cheetah Badge und wechselt die Gruppe.
Zunaechst gibt es einen Mitgliedsbadge, zu dessen Inhalten das Pfadfindergesetz, das Versprechen, das Motto, die Begruessung (mit der linken Hand!), der Gruß, der Ruf und die Geschichte von der Gruendung gehoeren. (Na, kennt ihr das alles meine lieben Fraxerianer?) Bei den Cubs geht es dann darum den Cheetah Badge zu erwerben. Dazu kann man zum Beispiel Badges in den Bereichen Outdoor, Lagerfeuer, Geographie, Knoten, erste Hilfe, Geheimschrift, Umweltschutz oder Menschen und Kulturen erlangen. Zu jeden Gebiet gibt es einen kurzen Text mit wichtiges und interessanten Infos zu dem Thema und 2-3 Vorschlaege, was man selbst ganz einfach dazu machen kann. Die Vorschlaege sind immer sehr praktisch ausgelegt und einfach umzusetzen, also wirklich sinnvoll, im Gegensatz zu vielen anderen Handbuechern ;-)
Einige Sachen gehoeren in Deutschland zur Schulausbildung, andere sind sehr brauchbar und interessant! Viele dieser Themen werden in den hoeheren Jahrgaengen immer wieder aufgegriffen und vertieft.
Ein Beispiel: Beim Fire Lighting Badge lernen die Cubs zunaechst, wie man Streichhoelzer und Feuerzeuge richtig bedient. Dann kommen wichtige Regeln fuer ein Lagerfeuer. Ebenfalls gehoert dazu, was man fuer ein Feuer braucht, wie man es sicher aufbauen kann, was man darauf zubereiten kann und wie man es loescht.
Fuer die Scouts gibt es Badges zu den Themen Karte lesen, Camping, Pioneering, erste Hilfe, Observation, Backwoodsman, Hiking, personal and interpersonel development.

Zu diesen Inhalten gibt es jedes Jahr grosse Projekte, die sich auf die Themen und Probleme vor Ort konzentrieren. Es gibt jedes Jahr eine grosse Kampagne zum Thema Gesundheit, in diesem jahr ist es Tuberkulose. Bei diesen Kampagnen werden verschiedene Workshops veranstaltet. Die Kinder werden ueber die Krankheit aufgeklaert, wie sie uebertragen wird und wie man sich schuetzen kann. Das ganze passiert meistens auf spielerischer Ebene, durch Schauspiele, bemalen von Hauswaenden oder durch Road Shows.
Ein weiteres grosses Projekt ist „Food for Life“ . Bei diesem lernen die Scouts Gemuesegaerten anzulegen. Somit koennen die Schule gesunderes Essen verteilen und die Scouts koennen dieses Wissen mit nach Hause nehmen und ihrer Familie zeigen, so dass die Familien in der Lage sind gesunde Lebensmittel anzubauen.
Andere grosse Themen sind HIV/AIDS, Kindermissbrauch (To know to have the right to say NO), Kriminalitaet, Fair Play, fruehe Schwangerschaften, Team Work, Freundschaft, Berufe...



Finanzierung
Die Mitgliedschaft fuer ein Kind fuer ein Jahr betraegt 2-3 Euro. Es gibt in Deutschland eine Aktion die Annual Badge heisst, bei dem Pfadfinder aufgerufen werden ein Badge im Wert von einem Eis zu kaufen und somit einem Pfadfinder in Suedafrika ein Jahr die Mitgliedschaft zu finanzieren.
Diese Mitgliedschaft kommt einem erstmal nicht viel vor, aber ich habe das Gefuehl, dass die Familien recht viel Geld benoetigen, da die Kinder eine Kluft brauchen, Aufnaeher, eine Ausruestung zum Zelten (Isomatte, Schlafsack), so wie Geld fuer Lager. Diese sind zwar deutlich guenstiger als bei und aber fuer viele Famlien hier noch sehr viel Geld (Summer Camp: 6Tage fuer 10 Euro!).



Persoenliche Erfahrungen
Meine perseonlichen Erfahrungen sind mitlerweile recht vielfaeltig, weil ich im Buero der Verwaltung arbeite, aber auch schon Gruppenstunden besucht und eine geleitet habe.
Mir gefaellt das Badge System eigentlich sehr gut, die Gruppenstunden sind mit sinnvollen Inhalten gefuellt und machen echt Spass! Die Inhalte zu den Badgen sind gar nicht verschult oder so, sondern immer total praxisnah und meistens auch einfach durchzufuehren. Die Leiter haben nie Probleme Inhalte fuer ihre Gruppenstunden zu finden und den Kindern wird’s nicht langweilig. Trotzdem waren alle in den Gruppenstunden sehr locker und haben viele Spaesse gemacht. Ich habe eine Cub-Gruppenstunde besucht. Dort beginnen und beenden alle Cubs die Gruppenstunde zusammen mit einer Eroeffnung und einem Spiel. Dann teilen sie sich in die Untegruppen (Cheetah, Lepard...) auf und „arbeiten“ alle zum gleichen Badge, aber jeweils auf ihrem Niveau. Waehrend der Begruessung und des Abschieds gibt es zwei Befehle, wobei sich alle ordentlich hinstellen muessen, das kommt einem etwas militaerisch vor, aber ansonsten sind die ganz locker!



Pfadfinder in Sueafrika sind auf jeden Fall eine sehr sinnvolle Einrichtung. Denn die Kinder setzten sich somit sehr viel mit ihrer Umwelt auseinander, lernen einiges ueber die Natur, ueber sozialen Umgang und Hilfen im Alltag. Viele der Projekte sind auch bei uns denkbar und sinnvoll. Ich werde euch die Buecher mitbringen, vielleicht moegt ihr euch ja inspirieren lassen :-)




Jeder Pfadfinder hier hat (wie eigentlich auch bei uns?!) eine Kluft. Und auch alle deutschen Pfadfinder, die bis jetzt zu Besuch kamen, mit denen wir dann eine Fuehrung oder sowas gemacht haben, kamen in Kluft und fuer uns hiess es immer:“ Maedels morgen in Kluft, eine Gruppe kommt zu Besuch“. Wenn man dann am naechsten Tag aufeinander traf, alle im gleichen Outfit, mit gleichen Abzeichen und auch unterschiedlichen, die einem gleich verieten, aus welcher Region die Leute sind und welche Lager sie schon so mitgemacht haben, fuehlte man sich direkt wie EINE Gruppe. Leider stand ich immer nur mit meinem Halstuch dar und war somit ein kleiner Aussenseiter ;-)
Auch in den Gruppenstunden,die wir besucht haben, fanden es die Kinder sehr fragwurdig, dass man auch Pfadfinder ohne Kluft sein kann und ich weiss nicht, ob ich bei allen so richtig anerkannt wurde... Also, wie ihr es euch bestimmt schon denken koennt, habe ich mir auch eine Kluft angeschafft, die richtigen Badges gibt es ja direkt im Office zu kaufen und habe somit auf dem SummerCamp ein echtes Zusammengehoerigkeitsgefuehl gespuert. Das war schon cool!

Und kurz vor dem Lager bin ich sogar zu meinem eigenen Pfadfindertuch gekommen, mit dem Pfadfinder auf internationalen Reisen Deutschland vertreten. Es wurde uns vom Bundevorsitzenden Rotti persoenlich uebergeben. Im Zusammenhang mit der Jahresaktion hatten wir naemlich 9 deligierte Pfadfinder aus ganz Deutschland zu Besuch, die sich unsere Vorbereitungen fur 2011 und das Pfadfinderleben vor Ort genau angeschaut haben. Dazu gehoerten mehrere Dioezesanvorsitzende, wie auch die Dioezesanvorsitzende Anne Schulte aus Paderborn und der Bundesvorsitzende Rotti. Mit dem gab es direkt mal eine Wette um ein SixPack Savanna, ob Dortmund oder Schalke an Saisonende hoeher in der Tabelle stehen.^^

Noch Fragen?


Be prepared!
“The Scout Movement remains serious about being a growing organisation with moral fibre, commitment and an action plan, while changing the world for the good of society” G de la Hunt (South African) – Chairman of World Organisation of Scout Movements

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Mal aus anderer Sicht...

Ich wollte einmal auf die Links meiner Mitbewohner Elli und Tobi rechts in der Spalte aufmerksam machen. Die beiden haben auch einen sehr interessanten und mal etwas anderen Erzaehlstil ueber unsere Erlebnisse und koennen euch vor allem noch weitere Fotos bieten...

Lieben Gruss ins frostige Deutschland (und Holland ;-) )

Montag, 18. Oktober 2010

Unters Volk mischen...

An diesem Wochenende haben wir uns mal sehr unters Volk der schwarzen Suedafrikaner gemischt. Diese Beschreibung entspricht dem Grossteil der Einwohner Suedafrikas und unserer Scouts. Am Freitag haben wir eine Gruppenstunden der Girl Guide geleitet, am Samstag waren wir zum Essen eingeladen und anschliessend auf einer Party und am Sonntag haben wir einen 21. Geburtstag gefeiert. Tatort: Die Townships der Umgegung

Die Gruppenstunde am Freitag hat noch in der Scout Hall in Nelspruit stattgefunden. Wir haben Nikki an dem Tag ersetzt und nette 1,5 stunden zum Thema Umgang mit behinderten Menschen gefuellt. 
Dieses Thema fehlte ihnen noch um einen neuen Badge zu machen und um die 6 Maedels auf den Besuch einer Schule fuer Kinder mit DownSyndrom vorzubereiten. Es war toll, dass ich schon viel Erfahrung auf dem Gebiet hatte. Nach ein paar Kennlernspiele aus Deutschland haben wir ein bisschen mit Theorie und kleinen Schauspielen Hintergrundwissen vermittelt, um dann die Beieintraechtigung durch Behinderungen an hand verschiedener Spiele selbst zu erleben. Das ganze hat uns echt viel Spass gemacht und ich hoffe, den Maedels auch. 


Am Samstag ging es dann im Township weiter mit der Erfahrung mit Einheimischen...
Am besten gebe ich zuerst einen kurzen Einblick, was ein Township ist... Townships sind laendliche Gebiete in denen eine Grosszahl des Volks wohnt. Die Bewohner sind ausnahmslos schwarz und meist aus aermeren Verhaelnissen, aber auch Arbeiter wie Lucky und angehende Studenten wie Henry. Die Gebiete und Grundstuecke sind im Gegensatz zu Slums recht gross, denn in Afrika mangelt es zuletzt am Platz! Die meisten Haeuser dort sind aus Steinen gebaut und haben ein einfaches Wellblechdach, sind aber nicht verputzt und sehen deshalb wie Rohbuaten sehr unfertig aus. Der Wert eines Grundstuecks wird uebrigens nicht nach seiner Groesse, sondern nach der Anzahl von Steinen bemessen. Fliessend Wasser gibt es nur seltend in den Haeusern und die Toilette ist allermeistens ein Plumsklo ausserhalb des Wohnhauses. Die Wohnbedingungen sind recht unterschiedlich, von voll moeblierten schicken Haeusern bis zu einfachen Einzimmerwohnungen. Nur die Durchgangsstrasse ist geteert, alles andere sind holprige DustRoads. Die Fortbewegung geschieht naemlich hauptsaechlich zu Fuss oder per MiniTaxi, daher kommen die meisten Bewohner auch selten aus den Townships raus. Neben den Bewohnern, die sich hauptsaechlich auf der Strasse aufhalten, leben dort auch viele Hunde und Huehner frei.
Beide Erlebnisse waren wirklich sehr interessant und gehoeren zu den besten, die ich hier bis jetzt gemacht habe.
Der Besuch der Township-Party war zuvor etwas umstritten, und auch wir waren unsicher, ob wir der Einladung folgen sollten. Aber da wir Ansaessige kannten, in deren Begleitung wir die ganze Zeit waren, gab es kaum mehr ein Risiko. Wir haben uns gegen fruehen Abend zum Essen getroffen und als traditionelles deutsches Essen Kartoffel- und Nudelsalat mitgebracht. Typisch suedafrianisch gab es (mal wieder) Pap und Chicken. Nur dass hier immer direkt ein ganzes Huhn in den Topf geschmissen wird und dann auch die Fuesse und der Kopf gegessen werden. Die Afrikaner sind halt nicht so waehlerisch wie wir. Wir haben auch so eine Kralle probiert, wo wahrlich nicht viel Fleisch dran ist. Ich war dann aber doch etwas verschreckt, wie ich gesehen habe, wie ein Einheimischer diese zu sich nimmt. So wird jede Zehe einzeln abgebissen, abgelutscht und dann ausgespruckt… Hmm ;-)

Die Party im Anschluss war toll. Es gab einen kleinen Raum, wo Getraenke (hinter Gitterstangen) verkauft wurden und die Musikanlage stand. Die riesigen Boxen, welche mit total lauter Musik voll ueberladen wurden standen draussen, wo das meiste Geschehen statt gefunden hat.

Es waren etwa 50-60 Leute da, allerdings nur ca. 6 Maedels. Viele standen und sassen rum und waren sich am unterhalten, ein Grill brannte, aber viele Leute befanden sich auf der Tanzflaeche, wo im warsten Sinne des Wortes einfach abgespackt wurde. Die Leute haben einfach total unterschiedlich und witzig getanzt, jeder hatte seinen einen Stiel und seine eigenen Moves und das war echt beeindruckend. Dieses ausgelassene 

Abzappeln hat echt angesteckt und nachdem ich zunaechst auf unserer Stelle am Rand nicht mehr ruhig bleiben konnte, wurden wir bald ins Geschehen eingebettet. Elli und ich hatten beide sehr bemuehte Tanzpartnerinnen und jeder Mann wurde arg weggeschickt. Das war wirklich angenehm… So haben wir gegenseitig Tanzstiele voneinander abgeguckt und hatten einfach Spass. Dann haben wir noch lange beisammen gestanden und uns unterhalten. Und wenn die Townshipbewohner einmal warm werden, wollen sie einen gleich heiraten (zumindest die Maedels) oder als besten Freund und alle kommen einen in Deutschland besuchen. ;-)

Die Scouts, Henry und Toulani mit denen wir dort waren hatten die ganze Zeit ein sicheres Auge auf uns, so dass wir trotz einiger zwiespaeltiger Blicke und Gefuehle uns doch sehr sicher fuehlen konnten.
Vielen Dank fuer die tolle Erfahrung ihr Zwei!



Nach diesem kurlturellen Einblick ging es am Sonntag gleich weiter. 
Wir waren in einem anderen Township auf einen 21. Geburtstag eingeladen, der um 9h morgens beginnen sollte. Wir dachten an einen schoenen Tag im Kreise der Freunde und wurden eines besseren belehrt, als wir ankamen. Auf dem kleinen Gelaende der Familie waren bereits ca. 60 Personen allen Alters versammelt. Zudem gab es ein Zelt, in dem Stuehle aufgestellt wurden und eine Tafel mit grossen Torten und viel Suesskram. Das Zelt war gefuellt mit einer Grosszahl von Anhaengern einer Kirche, die ein besonderes Gewand trugen. 


Die Schluesselubergabe durch die Eltern
 Dann kamen Mduduzi, das Geburtstagskind mit seinen Freunden und Freundinnen dazu. Aber das Betreten des Gelaende brachte seine erste Zeremonie mit sich, da sie sich in ihren chicken Kleidern und Anzuegen mit einem langen Tanz bis ins Zelt bewegten und dort hinter der Tafel Platz nahmen. 
(Die Kleidung entsprach nicht der Vorstellung typisch afrikanischer Kleidung sondern eher europaeischer Ballkleidung, die ein wenig im Gegensatz zur Kolisse stand) Wir wurden direkt in die erste Reihe gesetzt, auf die “Ehrenplaetze”. Dann nahm die ca. 3 stuendige Zeremonie ihren Lauf. Wir bekamen einen Ablaufplan und viele Geschehnisse wurden uns von den anwesenden Pfadfindern uebersetzt.
Warum das ganze so gross war? Der 21. Geburtstag ist im Township was ganz besonderes und falls man noch Eltern hat und eine gewisse Reifepruefung hinter sich gebracht hat, wird er so gross gefeiert. Die Reifepruefung beinhaltet, dass man sich nicht auf vielen Parties herumgetrieben hat, noch keine Kinder hat und ein zuechtiges Leben gelebt hat (oder zumindets die Familie in dem Glauben laesst). Dann bekommt man an diesem Ehrentag von den Eltern (oder ggf. Freunden) einen Schluessel uebergeben, der Schluessel fuer die Freiheit zum Leben. Ab jetzt darf Mduduzi ein Haus bauen und eine Familie gruenden. 
 
Zu der einsetztenden Zeremonie gehorten verschiedene Reden und Danksagungen von vielen Leuten, wobei auch wir spontan etwas erzaehlen mussten. Zwischendurch kamen immer wieder andere Gemeinden in ihren ganz eigenen klassischen Trachten dazu, die gesungen und perfomt haben. Viel Spass hatten wir auch an den Taenzen der Kinder, die in typischen Bastroecken aufgetreten sind.

Es wurde gesungen und gebetet, Anekdoten erzaehlt und eine lange Zeit Geschenke uebergeben, wobei auch dort zu jedem eine Geschichte gehoerte. Alle Reden wurden immer mit dem getriller der Frauen bejubelt und das ganze war nicht so statisch und gesittet wie bei uns, sondern sehr lebendig und froehlich!
Nach der Zeremonie gab es Essen, wobei uns gefuellte Teller mit Schakalaka, Chicken, Pup, einem Bohnensalat und Roter Beete gereicht wurden. Traditionell haben wir mit den Haenden gegessen. Mir wurde gezeigt, wie die Frauen ihre Tuecher auf dem Kopf wickeln, was ich dann gleich tragen sollte^^ Danach haben wir mit den Pfadfindern so wie Mduduzu Spiele ausgetauscht und gespielt und kleine Sprachexkursionen bekommen und erteilt. Nachdem wir die Begrussungen konnten, wurden wir dazu gebracht, die Eltern kennenzulernen und auf Siswati zu begruessen. Die ganze Zeit lief laute Musik und Menschen waren am Tanzen. Auch wir wurden mehrmals dazu aufgefordert und nachdem aller Scham abgefallen war haben wir uns dazu hergegeben einige klassiche Taenze zu lernen. Das war ein grosser Spass! 

 
Nach einem sehr langen, interessanten und beeindruckendem Tag haben wir uns dann gegen 17.30h wieder gegen Heimat aufgemacht und alles bei einem gemuetlichen Film im Cottage verdaut.

Eine neue Tour, eine neue Wahnsinnsfahrt


Am letzten Wochenende (09.-10.10.) haben wir unseren zweiten Kruegertrip gemacht. Diesmal mit insegsamt 12 Freiwilligen und Uebernachtung. Samstag morgens ging es um 4.30h in einem Bulli fuer 8 Leute und einem Mietwagen fuer die 4 weiteren los.
Der Samstag war recht bewoelkt, was eine angenehmes Wetter fuers Tiere gucken ist.
Leider mussten wir am Eingang feststellen, dass unsere Buchung fuer die Unterkunft fehlgeschlagen und der Platz nun ausgebucht ist. Zudem war mit unserem Visum dismal kein Preiserlass zu bekommen. Mit Spannung, wo wir nun uebernachten werden ging es also in den Park. Und es hat sich mal wieder gelohnt! Wir haben noch mehr Tiere gesehen, als beim ersten Besuch. Es war unglaublich. 


Es gab sehr viele Begegnungen mit Affen, die dann ja immer direkt mit mindestens 20 im Rudel auftauchen. Da es grad Fruehling ist, kamen wir auch in den Genuss, Tierbabies zu sehen, von Elefanten, Affen, Loewen, Giraffen etc. Auch mit einer Straussenfamilie und  Krokodilen hatten wir dismal das Vergnuegen.  Mein Tageshightlight begegnete uns gegen Tagesende. Wir waren auf einer Bruecke, wo wir auch aussteigen durften. Zunaechst kamen uns eine wandernde Herde von ca. 50 Affen entgegen, die wir belustigt und aus dem sicheren Auto beobachten konnten. Doch dann haben wir eine ganze Elefantenherde an der Wasserstelle sehen duerfen und es ist unbeschreiblich, was fuer eine Ruhe diese Tiere ausstrahlen. Es gab mehrere Jungtiere und die Elefanten haben sich mit Wasser bespritzt. Trotz der Hitze habe ich zwei mal eine Gaensehaut gehabt.  Ebenfalls wahnsinnig beeindruckend war der riesige Baobab, ein Uralter afrikanischer Baum, den wir angeschaut haben. Auf dem Foto koennt ihr euch die Ausmasse dieses gewaltigen Gewaechses in etwa vorstellen. 

Fast die ganze Gruppe vor einem riesigen Baobab

Nach viel hin und her, kamen wir schliesslich doch in dem geplanten Camp unter, das ca. auf mittlerer Strecke zwischen suedlichem und noerdlichen Parkende liegt. Viel weiter hoch konnten wir wegen der Zulassung des Wagens auch nicht. Nach einer schnellen Staerkung im Restaurant am Abend haben wir uns noch einen Night Drive gegoennt. Dabei faehrt man mit einem Touribus im dunkeln durch den Park und leuchtet mit Taschenlampen nach Augen. Nachts kann man viele nachtaktive Tiere treffen und auch Chance fuer die Katzentiere sind groesser... Kann, muss aber nicht. 

Leider hat sich unser Ausflug nicht so golohnt, ausser einem Elefanten und einer Babyhyiaene gab es nicht viel zu sehen und somit hat der Grossteil von uns die letzte halbe Stunde fuer ein Nickerchen genutzt. Zur Abkuehlung von Kopf und Leib ging es dann nachts noch mit einem kuehlen Bierchen in den Pool. In guter Laune gingen wir gegen 24h ins Zelt, wo wir alle schon um 7h wieder rauskrochen. Nach einem gemuetlichen Fruehstueck stand uns ein affenheisser Tag bevor und die Fahrt in dem 8sitzer stellte sich als kleines Ueberlebenstraining heraus. 

Die Elefanten hielten uns bis Sonnenuntergang auf der Bruecke

Auch die Tiere haben sich groesstenteils in ihre kuehlen Hoehlen verzogen. Verstaendlich. Dennoch haben wir am Abend unser Highlight, das fuenfte der Big Five, naemlich einen Leoparden gesehen und ueber laengere Zeit beobachten koennen. Das war super! Jetzt gibt es ein Nachtreffen, bei dem wir die tierischen Freunde in Koenig der Loewen wiedertreffen wollen... Hakuna Matata ;-)



Koennt ihr es lesen? Seit kreativ... ;-)

Der Leopard... Damit sind die Big Five vollstaendig

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Das Summer Camp



Das Summer Camp war das Jahreslager der Scouts von ganz Mpumalanga und wurde von uns vorbereitet und von den Pfadfindern und Leitern durchgefuehrt. Natuerlich waren wir auch dabei, um zu helfen und zu erleben. Normalerweise dauert dieses Lager eine Woche, hat aber dieses Jahr wegen STreiken in der Schule nur ein Wochenende gedauert. Das Lager hat auf Esangweni stattgefunden, ein ganz neuer Pfadfinderzeltplatz in Mpumalanga, ca. 1h von hier entfernt. Der Platz wurde von einem Suedafrikaer gestiftet und soll nun in den naechsten Jahres zu einem grossen Zentrum, wie Ruethen oder Westernohe werden. Bis jetzt gibt es allerdings nur Straub, Steine, eine offene Steinhuette und ein erstes Toilettenhaus, bei dem noch am Donnerstag vor unserer Ankunft der Boden gegossen wurde. Es war das erste Lager auf diesem Platz und wie ihr hoert, musste noch viel improvisiert werden. Aber Duschen und toiletten funktionierten, grosse Gaskocher und Spuelwanne hatten wir dabei und das Essen wurde im Kuehlraum des nahegelegenen Hotels gelagert. Was will man mehr...
Alles in allem habe ich gar nicht sooo viele Unterschiede zu einem Grosslager bei uns festgestellt. Ankunft war am Freitag nachmittag, wo ein Vorbereitungsteam am Donnerstag schon die Zelte aufgebaut hatte. Das meiste Essen wurde frisch geliefert, allerdings leider erst gegen 9h abends, somit war das Abendessen recht spaet. Solange wurden die Kinder durch Schlachtrufe und Tuberkulose sketche beschaeftigt, die in jedem Lager zum Programm gehoeren. Da es keine Baenke oder Tische gab, wurde halt einfach da gegessen, wo man Platz fand. Am Samstag ging es dann frueh los. Wir liessen uns von Hitze und Staub nicht beirren und haben uns mit viel Wasser und Sonnenhueten geholfen. Tagsueber gab es 3 grosse Stationen zum Thema Scout Skills, Sports und Arts (Kuenste). Diese waren jeweils in 0 bis 9 Stationen unterteilt. Das ganze Camp wurde in 3 Gruppen geteilt, die jeweils alle Themen und dort einige Stationen besucht haben. Zu den Scout Skills gehoerte zum Beispiel Karte und Kompass lesen. Bei den Sport sind die Kinder mit einem mords Elan durch einen Hindernisparcour, aus dem man sehr eingesaut wieder raus kam. Bei den Arts gab es Workshop wie, zeichnen, clowning, singen, Schauspiel, Mirimba (Rythmusinstrumente) usw. Hat alles in allem sehr viel Spass gemacht!!! 
Ich bin sogar als spontan Samstag Mittag als Stationsleiterin fuers Sketching eingesprungen. Nachdem ich dann aufgeklaert wurde, dass sketching „zeichnen“ ist und nicht kleine Schauspiele, wie bei uns, hatten wir viel Spass. Abends gab es dann Essen und im Anschluss das Camp Fire, wo viel gesungen und aufgefuehrt wurde. Am Sonntag gab es nach dem Fruehstueck einen Gottesdienst und dann noch ein kleines Fussballtournier.

Wir wurden in dem Camp nur sehr selten gebraucht, wo wir sehr froh drueber waren, weil uns das zeigte, dass die Pfadfinder ihr Camp sehr gut selbst im Griff haben. Das ist hier nicht immer so! Unsere Aufgaben waren vor allem oefter mal Lebensmittel aus dem Hotel zu holen und alles mit Fotos festzuhalten. 
Mir hat das Camp echt viel Spass gemacht. Es war etwas schade, dass die meisten Aktivitaeten auf Siswati waren und ich nichts verstanden habe... und doch habe ich sehr viel mehr verstanden als man glaubt