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Dienstag, 5. Oktober 2010

Monatsbericht September


Ich hoffe es geht euch allen gut und möchte mich für die vielen Kommentare bedanken, über die ich mich total freue!!!
Und endlich gibt es nach zwei Wochen mal wieder was neues für euch...
Als eine Auflage fuer den Freiwilligendienst müssen wir neben den recht einfachen Wochenberichten jeden Monat einen Monatsbericht schreiben, der dann an augewaehlte Personen der DPSG und Nangu Thina nach Deutschland verschickt wird. Ich habe nun meinen ersten fertig, in denen ich die letzten bzw ersten vier Wochen nochmal revue passieren lasse... Um euch einen Eindruck von meinem Eindruck zu geben, stelle ich ihn nun euch ebenfalls zur Verfuegung:


So, die ersten vier Wochen sind rum und es ist viel passiert. Waehrend die Wochen vor allem von der Arbeit dominiert sind, bringen die Wochenende Freizeithighlights mit sich, aber ich erzaehle mal der Reihe nach:

Das Leben im Cottage...
Macadamianuessen aus dem Garten


Das Leben im Cottage ist sehr angenehm und ich habe mich gut eingelebt. Mit Elli verstehe ich mich sehr gut und auch die Jungs, die vor 10 Tagen angekommen sind, sind sehr umgaenglich. Das Essen ist ueberraschenderweise wie zu Hause, da wir dafuer ja selbst verantwortlich sind und die Supermaekrte alles Gewohnte hergeben. Ich habe einen Eindruck bekommen, dass einige Teile des Wohnens hier, wie die Waschmaschiene, die Haushaelterin, das Bad/warme Wasser, das dauerhafte Internet etc als Luxusgut angesehen werden sollten und werde sie zu schaetzen wissen. Es gibt auch schon erste Souveniere (aus Soweto) die meinem Zimmer etwas Gemuetlichkeit verleihen. 
 
Nun zur Arbeit…
Summer Camp 2010
Mein Arbeitsfeld hat mit sehr einfachen Aufgaben, wie Kopien, Tabellen und aehnlichem begonnen, wobei ich gemerkt habe, dass die Sprache eine grosse Barriere darstellt. Viele einfachste Dinge habe ich zunaechst oft falsch oder nur so halb verstanden, weshalb sehr simple Aufgaben oft total fehlerhaft waren. Das tat mir sehr leid und ich hatte manchmal das Gefuehl, dass ich mehr Arbeit verursache, als ich leiste und dass diese Aufgaben in Deutschland oder deutscher Sprache so ein einfaches fuer mich waeren, wobei ich nun einen halben Tag damit beschaeftigt war. Desweiteren waren die ersten Tage von PC-Arbeit dominiert, was mich ein wenig frustriert hatte, weil das schoene Wetter waehrend der Arbeitszeit vorbeiflog, die graue Wand vor der Nase aber stehen blieb. Doch mitlerweile sind die Vielfalt und der Anspruch meiner Aufgaben gewachsen, ich komme oefter mal raus, habe einen besseren Einblick davon bekommen, was so alles zu unserem Aufgabenfeld gehoert und auch das Englisch macht zumindest im Verstehen echte Fortschritte.
Eindruecke im Kindergarten
So hatte ich nun schon die Chance, die Umgebung und unserere haeufigeren Ziele kennenzulernen, so wie einige interessante und wichtige Menschen. Zudem durften wir ein deutsches Filmteam und die „German Commissioners“ begleiten, ich habe eine Leiterfortbildung kalkuliert, geplant und mit der Buchung perfekt gemacht und war bei vielen Vorbereitungen fuers SummerCamp integriert.

Knoten lernen bei den Scouts
An diesem haben wir nun auch dieses Wochenende teilgenommen. Es war ein tolles Erlebnis und alles hat ueberraschend gut funktioniert! Ich habe gar nicht sooo viele Unterschiede zu unseren grossen Lagern festgestellt und war von der Aehnlichkeit und dem Ablauf begeistert. Unsere Rolle war vor allem alles per Foto fest zuhalten, die Autos zu fahren sobald Bedarf war und als „Springer“ bei sonstigen Aufgaben zu fungieren. Dabei kam das Lager weitesgehend ohne uns aus, was mich auf Grund der Eigenstaendigkeit der suedafrikanischen Pfadfinder sehr erfreut hat. Des weiteren habe ich Nikki zu einer Regierungskonferenz begleitet und ich habe gelernt, ihre Arbeitsweise und Auftraege zu verstehen. Das hat mir alles sehr gut gefallen und ich merke, wie wichtig und sinnvoll der Job ist, den wir hier als Volunteers machen. Ich habe auch einen ganz guten Einblick in die Pfadfinderwelt hier bekommen und erkannt, dass einige Gruppen hier richtig gute Arbeit leisten und andere gerade erst entstehen und noch ganz am Anfang sind und die Gruppen somit in sehr unterschiedlichen Entwicklungen stehen.
Die "German Commissioners"
Ich habe auch einen Einblick und Ueberblick in das District- und Badge- und Gruppensystem erhalten, was ich sehr interessant finde. Zu dem Punkt Pfadfinder in Suedafrika - vom System bis zur Umsetzung – werde ich auch noch einen grossen Blogeintrag machen, um meinem Stamm und allen anderen Interessierten einen Ueberblick darueber zu geben. Aber dafuer sammel ich momentan noch. Meine Arbeit hat also eine sehr gute Entwicklung genommen und ich bin zuversichtlich und freudig auf die naechste Zeit. Ich denke, wir werden uns im kommenden vor allem mit der Jahreskampagne 2011 beschaeftigen, was doch echt spannend ist...!

Freizeit und Wochenenden... 
In der Umgebung des Cottaage
Die Freizeit in der Woche beginnt um 16h und wird vor allem mit entspannter Langweile und dem Vertrieb dieser gefuellt. Heisst Gitarre ueben, lesen, Diavolo spielen lernen, Kniffeln, kochen, Volleyball spielen, ein paar Muskeluebungen und einfach gammeln. Es haben sich auch schon einige Rituale gefunden, wie der Besuch im Internetcafe montags, um mit den Daheim gebliebenen zu reden oder das Essen und Kino mittwochs mit den anderen Volunteers aus der Umgebung. Das gefaellt mir alles sehr gut und erfuellt gekonnt meine Erwartungen vor der Ankunft...
Im botanischen Garten
Um den Erlebnisfaktor noch etwas zu steigern, sind die Wochenden bis jetzt fleissig verplant und mit Programm gefuellt und das bis Mitte November... So waren wir direkt am ersten Wochenende in Johannesburg, was mir einen Eindruck vom Grossstadtleben vermittelt hat. Vor allem das Apartheitmuseum hat mir sehr gut gefallen, unserer Gefuehl zur Sicherheit war dagegen etwas unsicherer als hier und somit sind wir ganz froh ueber unseren Einsatzort in Mpumalanga.
Das zweite Wochenende in Malelane hat mir eine erste Vorstellung von der Unterkunft und der Arbeit anderer weltwaetrs-Freiwilliger gegeben. Einiges, wie die 24stuendige Taetigkeit oder die Wohnverhaeltnisse haben mich etwas erschreckt, die Taetigkeit und der rege Umgang mit den Kindern fand ich dagegen sehr schoen. Das Highlight des Wochenendes waren 12h Kruegerpark am Samstag, die mich sehr beeindruckt haben! 

Mein persoenlicher Rueckblick ueber die ersten vier Wochen sind eigentlich sehr positiv. Ich habe schon so viele verschiedene Dinge und Personen kennengelernt und geniesse ein vielseitiges Leben. Ich bin erfreut ueber die positive Entwicklung in vielen Dingen. Meine Highlights waren dabei die Entwicklung meiner Selbstaendigkeit bei der Arbeit, der Kruegerpark und das Kennenlernen der verschiedenen Personen und Mentalitaeten hier, so wie typischer afrikanischer Sitten und Arten. Und natuerlich das Ergebnis meiner Bachelorarbeit, was mit 1,0 mehr als genial ist!!!
Schwierig ist fuer mich immernoch die Sprache. Die Hemmung des Sprechens ist zwar abgefallen, was wohl das wichtigste ist, aber ein grosses Defizit an Vokabeln und Anwendung ist immernoch ein gosses Problem beim Verstehen der Menschen und um normale oder ausfuerlichere Gespraeche zu fuehren. Leider langt es bis jetzt nur fuer oberflaechliche Unterhaltungen oder kleine Spaesse, was etwas frustrierend ist, weil ich an intensiveren Gespraechen sehr interessiert bin. Ausserdem ist das Sprechen und Zuhoeren in der fremden Sprache immernoch sehr anstrengend. Aber das ist wohl eine Sache der Zeit und die habe ich ja. Um dem dennoch ein wenig nachzuhelfen, wird meine Freizeit wohl durch ein kleines Vokabeltrainign ergaenzt werden...
So, dass ist der Eindruck meiner ersten vier Wochen und heute Nach faellt mir sicher noch ganz viel ein, was ich vergessen habe... Ich bin auf den Inhalt der kommenden Monatsberichte schon sehr gespannt. 


1 Kommentar:

  1. Hi!
    Das klingt alles echt richtig klasse! Da kann man ja glatt neidisch werden :)
    Aber aus einem Grund bin ich wirklich neidisch... ich will auch in die allmontägliche Kommunikation mit Freunden einbezogen werden :(
    Hier ist alles tutti und uns gehts supi... auch wenn mir die schönen Frühstück- und Spaziertage mit dir sehr fehlen.
    Hab noch ne schöne Zeit!
    HDL :*

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